Eine grünere, CO2-ärmere Region Maas-Rhein

RE-USE

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  • Wissen über die Wiederverwendung von Materialien in Kreislaufprojekten aufbauen
    01 Feb. 2025
  • Die Wiederverwendung in echten Projekten testen
    31 März 2026
  • Verbindungen zwischen Unternehmen in der Maas-Rhein Region schaffen
    31 März 2027
  • Die Ergebnisse und wirtschaftlichen Vorteile messen
    31 Jan. 2028

RE-USE: Ein zweites Leben für alte Baumaterialien  

Wenn ein neues Gebäude entsteht, werden neue Rohstoffe verwendet. Und wenn Gebäude abgerissen werden, wird der größte Teil dieser Materialien weggeworfen. Es ist ein gerader Weg: von der Entstehung bis zur Entsorgung. Aber das muss nicht so sein. Viele dieser Materialien können wiederverwendet werden, um etwas Neues zu schaffen. Hier kommt RE-USE ins Spiel: ein Projekt, das sich für zirkuläres Bauen in der Maas-Rhein-Region einsetzt.  

RE-USE konzentriert sich nicht auf Abfall. Es betrachtet Gebäude als wertvolle Materialquelle. Dennoch ist es nicht einfach, aus alten Materialien neue Möglichkeiten zu schaffen. RE-USE stellt sich vier großen Herausforderungen: verfügbare Daten, komplexe gesetzliche Vorschriften, reale Probleme beim Bauen und eine begrenzte Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. Das Projekt bringt Universitäten, Kommunalverwaltungen und Unternehmen zusammen, um diese Probleme gemeinsam zu lösen.  

Da das Projekt grenzüberschreitend arbeitet, baut es auch Brücken zwischen unterschiedlichen Gesetzen, Sprachen und Geschäftsmodellen. Dies erleichtert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und trägt zum Wachstum der Kreislaufwirtschaft bei.  

Im Rahmen des Projekts werden Pilotprojekte in Lüttich, Aachen, Hasselt und Heerlen durchgeführt. Jedes Projekt ist anders und zeigt, wie Wiederverwendung in realen Gebäuden und Gemeinden funktionieren kann. Diese Pilotprojekte sind mehr als nur Tests. Sie tragen zur Entwicklung von Instrumenten, Schulungen und neuen Arbeitsweisen bei, die von kleinen Unternehmen, Wohnungsbaugesellschaften und Städten genutzt werden können.  

RE-USE schafft auch langfristigen Wert. Alle Kenntnisse, Instrumente und Ideen werden im Europäischen Zentrum für zirkuläres Bauen und Umwandeln gespeichert und weitergegeben. So wird die Wirkung auch nach Projektende anhalten. 

REUSE Group Picture
Gruppenfoto der RE-USE‑Partner


Wo stehen wir heute? (April 2026)

Das RE-USE‑Projekt gewinnt deutlich an Dynamik und setzt die ambitionierten Ziele des zirkulären Bauens in konkrete Maßnahmen in der Euregio Maas‑Rhein um.

In der vergangenen Phase wurden solide Grundlagen für die großskalige Wiederverwendung von Baumaterialien geschaffen. Eine zentralisierte Web‑GIS‑Plattform, entwickelt von der ULiège, bildet heute das technische Rückgrat des Projekts. Dieses innovative digitale System macht Gebäude als materielle Ressourcen sichtbar und messbar und unterstützt fundierte Entscheidungen über Ländergrenzen hinweg. In Kombination mit dem Ansatz „Quickscan to Deep Dive“ begleitet es Projektteams auf strukturierte und praxisnahe Weise von einer ersten Einschätzung bis hin zu detaillierten Materialinventaren.

Doch zirkuläres Bauen bedeutet mehr als nur Technologie – es geht um Vertrauen. Die juristische Arbeit der UHasselt befasst sich mit zentralen Fragen zu Haftung, Qualität und Verantwortung und stärkt damit das Vertrauen von öffentlichen Auftraggebern und Unternehmen in den Einsatz von wiederverwendeten Materialien. Parallel dazu unterstützt das von der ZUYD University entwickelte Circular‑Portfolio‑Management‑Rahmenwerk Städte und Wohnungsanbieter dabei, zirkuläres Denken dauerhaft in langfristige Investitions‑ und Instandhaltungsstrategien zu integrieren – nicht als einmaliges Experiment, sondern als neuen Standard.

Diese Fortschritte werden in konkreten Projekten sichtbar. Im Lindeman‑Viertel haben die ersten Typologiescans begonnen. In Heerlen ist das ehemalige DSM‑Gebäude in die Machbarkeitsphase eingetreten. Die Stadt Aachen hat zwei vielversprechende kommunale Standorte ausgewählt, während das CHU Lüttich den Projektumfang weiter präzisiert und detaillierte Materialinventare für sein Krankenhaus‑Pilotprojekt vorbereitet.

Der aktuelle Fokus liegt auf der praktischen Erprobung der entwickelten Werkzeuge sowie auf der Einbindung von KMU und öffentlichen Projektentwicklern durch Fokusgruppen.

Valérie Wambersy vom CHU de Liège spricht im folgenden Video über das CHU‑Pilotprojekt.

Contact

Chris Leinders
Head of research (RE-USE) and Project Lead (REAL)
Chris.leinders@pxl.be
Leen Vandevelde
Communication Manager
Leen.vandevelde@pxl.be
Tine Faassen
Project Manager
Tine.faassen@pxl.be

Einzelheiten

Projekttyp
Medium
Budgets
€ 4.371.703,24

Zielgruppe

KMU Hochschul- und Forschungseinrichtungen Regionale Behörden Nationale Behörden Lokale Behörde Sektorale Agentur

Budgets

EU-Beitrag
€ 2.185.851,62
Regionale Kofinanzierung
€ 599.964,04
Beitrag Projektpartner
€ 1.585.887,58

Unsere Partner

  • PXL University of Applied Sciences and Arts

  • Hasselt University

  • Embuild Limburg

  • University of Liège

  • City Region of Parkstad Limburg

  • City of Aachen

  • European Centre for Circular Building and Transformation

  • Zuyd University of Applied Sciences

  • Living in Limburg

  • University Hospital of Liège

  • ALTBAU Plus

Unsere Kofinanzierer

  • Region Wallonia

  • Land NRW

  • Ministry of Economic Affairs

Contact

Chris Leinders

Head of research (RE-USE) and Project Lead (REAL)
Chris.leinders@pxl.be

Leen Vandevelde

Communication Manager
Leen.vandevelde@pxl.be

Tine Faassen

Project Manager
Tine.faassen@pxl.be

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